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18.09.2018

Wenn Haie auf Löwen treffen - Cupspiel der Damen gegen die Red Lions Frauenfeld


Vergangenen Sonntag empfingen die Sharks die NLA Mannschaft der Red Lions Frauenfeld zuhause in Nesslau. Nach einem aufopferndem und intensivem Kampf mussten sie sich schliesslich mit 1:4 geschlagen geben.
Kategorie: Damen
Erstellt von: Bettina Pfiffner
Wenn eine 1. Liga-Mannschaft auf ein NLA-Team trifft, ist dies in der Regel eine klare Angelegenheit. Der Favorit dominiert die Partie und hat gegen Ende des Spiels Zeit, neue Formationen zu testen, während dem der Unterklassige den Schaden möglichst in Grenzen halten möchte. Ganz anders verlief am Sonntagabend jedoch die Partie in Nesslau. In den ersten 20 Minuten war nur phasenweise etwas vom Klassenunterschied zu sehen, Frauenfeld hatte mehr Spielanteile, kam aber nur vereinzelt zu wirklich gefährlichen Abschlüssen. Nesslau wiederum war vor allem zu Beginn des Drittels in der Offensive, konnte aber auch keinen Treffer buchen. In die erste Pause ging es im Duell zwischen David und Goliath mit einem für das Heimteam nicht ganz unverdienten Unentschieden.

Wie bereits im ersten Drittel kam Nesslau auch im zweiten Drittel wach aus der Kabine und erspielte sich sogleich erste Chancen. Es waren aber dann die Gäste, die in der 23. Minute endlich den ersten Torerfolg buchen konnten, Milena Mahler traf aus dem Slot nach Pass von Lea Hofmann. Der Bann ist gebrochen, dachte sich Frauenfeld, doch die Sharks wollten weiterhin mitspielen. Also schossen sie in der 28. Minute den Ausgleich zum 1:1, nach einem Konter konnte Gamo Phumma den „Bandenpass“ von Karin Scherrer über die Linie schieben. Nachdem nun also auch das Heimteam getroffen hatte, spürte man in der Halle, dass etwas drin liegt gegen den eigentlich übermächtigen Gegner. Ein kleiner Dämpfer kam kurz darauf in Form einer 2-Minuten Strafe wegen Handspiels gegen Olga Schläpfer. Nun konnte sich aber auch die 4-Frau Defensive der Sharks im Boxplay auszeichnen. Frauenfeld konnte somit die Chance auf die erneute Führung nicht nutzen und musste einige Minuten später wiederum „nur“ mit einem Unentschieden in die Pause.

In der Kabine der Sharks wurde nun der Plan geschmiedet, jetzt einfach noch das letzte Drittel zu gewinnen, dies durch unbändigen Einsatz und absolutem Siegeswillen. Sogleich nach Anpfiff zeigten sie dies auch und setzen Frauenfeld wiederum unter Druck, doch leider währte dies nur kurz. Die Red Lions konnten sich lösen und setzten sich ihrerseits im Sharks-Drittel fest. In der 46. Minute war der Ball dann hinter der Linie, 1:2 für den Favoriten, diesesmal traf Lea Hofmann auf Pass von Milena Mahler. Die Sharks suchten sofort wieder den Ausgleichstreffer und bekamen dabei Hilfe des Gegners. Red Lions Captain Ressnig musste wegen einem Bodenspiel auf die Strafbank. Der Ball lief gut in der Powerplay Reihe, man war sich einfach die strengen Schiedsrichter nicht gewohnt, die auch ein Abkürzen durch den Schutzraum abpfeifen, die 2 Minuten waren dann um, ohne nennenswerte Abschlussaktion. Kurz nach Ablauf der Strafe lief eine Frauenfelderin Richtung Torhüterin Ramona Forrer, die Abwehraktion der Verteidigerin wurde als Stockschlag gewertet und es gab Penalty. Dass Esther Jeyabalasingam diesen verwertete, war wohl matchentscheidend. Den Sharks gelang das so wichtige Anschlusstor nicht mehr, auch nicht, als man in der 50. Minute von drei auf zwei Linien reduzierte. Vielmehr erhöhte Frauenfeld kurz darauf auf 1:4. In den letzten 10 Minuten fielen keine Tore mehr.

Rückblickend kann das Team sehr stolz sein auf die eigene Leistung. Der eigentlich übermächtige Gegner wurde bis zuletzt gefordert, sinnbildlich dafür; die Red Lions stellten im Verlauf des letzten Drittels von drei auf zwei Linien um.

Die intensive Saisonvorbereitung ist nun vorbei, am Samstag beginnt mit dem ersten Heimspiel der Saison die Meisterschaft. Um 20.00 Uhr empfangen die Nesslauer Damen Floorball Zürich Lioness und freuen sich auf zahlreiche Fans! 
 
 
Nesslau Sharks - Red Lions Frauenfeld 1:4 (0:0 / 1:1 / 0:3)
 

Nesslau Sharks: R. Forrer, B. Pfiffner, T. Grob, P. Künzler, M. Brunner, K. Scherrer, O. Schläpfer, M. Roth, E. Hodel, A. Scherrer, G. Phumma, D. Brunner, V. Strübi, A. Kressibucher, S. Strübi, V. Gebert

Es fehlten: A. Stricker (Rekonvaleszent), M. Caminada, S. Eggenberger, J. Beck, S. Tischhauser, C. Kündig (alle nicht spielberechtigt wegen Doppellizenz)

Bericht: Chrigi Kündig

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